Einfach und sicher: kontaktloses Bezahlen

Dieses Alltagsdilemma kennt jeder: schnell etwas einkaufen und an der Kasse erstmal mühsam das Kleingeld herauskramen müssen. Mit der Kreditkarte entfällt dieser Aufwand: Man hält einfach die Karte an ein Terminal und fertig ist der Bezahlvorgang. Aber wie erkenne ich, ob ich damit auch tatsächlich kontaktlos bezahlen kann? Ganz einfach: Die «contactless»-Technologie erkennen Sie am Signet mit den vier Wellen direkt auf der Karte.

Die Wahrscheinlichkeit ist übrigens sehr gross, dass Ihre Zahlkarte «contactless-ready» ist. So verfügen zum Beispiel bereits 90 Prozent der Schweizer Kreditkarten über diese Funktion und das kontaktlose Bezahlen erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Gemäss einer Umfrage bezahlt in der Schweiz bald schon jeder dritte Kreditkarteninhaber kontaktlos (Interessengemeinschaft der Schweizer Kartenanbieter, Herbst 2016).

Damit die «contactless»-Funktion Ihrer Karte aber auch tatsächlich einsetzbar ist, braucht es am Point of Sale (beim Händler im Laden) gleichzeitig ein Kartenlesegerät, das selbst auch «contactless»-fähig ist. Aber kein Problem; bereits heute sind über 70 Prozent der Lesegeräte mit dem bekannten Wellen-Signet ausgerüstet – Tendenz steigend. Insbesondere viele Stationen des täglichen Bedarfs wie Detailhandel oder Billettautomaten haben längst auf modernste Terminals umgerüstet.

Warum genau soll kontaktloses Bezahlen bequem sein? – Bezahlen ist doch Bezahlen

Selbstverständlich ist das Resultat einer kontaktlosen Bezahlung identisch mit dem eines normalen Einsatzes der Zahlkarte. Aber bei einer kontaktlos durchgeführten Transaktion profitieren Sie von einem viel schnelleren Ablauf des Bezahlvorgangs. Eine «contactless»-Transaktion funktioniert genau gleich wie eine normale Transaktion, aber ohne, dass Sie die Karte ins Terminal einführen müssen. Und das Bequemste daran: Für Beträge bis 40 Franken ist keine PIN-Eingabe notwendig. Sie sehen also: Insgesamt sparen Sie eine Menge Zeit. Zahlen müssen Sie sowieso. Aber wieso dann nicht wenigstens einfach und bequem?

Doch ist das kontaktlose Bezahlen auch wirklich sicher? Was, wenn die Kreditkarte verloren geht oder gestohlen wird – kann dann einfach jemand anders damit kontaktlos bezahlen?

Zuerst gilt die Faustregel: Eine verlorene bzw. gestohlene Kreditkarte muss immer sofort gesperrt werden. Dennoch gibt es natürlich auch Auffanglösungen. So kann nach ein paar Zahlvorgängen zur Sicherheitskontrolle auch wieder die Eingabe des PIN-Codes verlangt werden. Wird bei einer Reihe von Transaktionen ein auffälliges Verhaltensmuster festgestellt, werden solche Sicherheitsmassnahmen automatisch aktiviert. Karteninhaber sollten ihre Monatsrechnung zudem regelmässig prüfen, um allfällige böse Überraschungen zu vermeiden.

Kann man aus Versehen eine kontaktlose Bezahlung durchführen, zum Beispiel, wenn man das Portemonnaie mit der Kreditkarte in der Hosentasche trägt?

Das ist so gut wie unmöglich – denn das kontaktlose Bezahlen funktioniert nur mit einem Maximalabstand von 4 cm zum Terminal.

Stichwort Datenschutz – welche Daten werden beim kontaktlosen Bezahlen ausgetauscht?

Bei einer kontaktlosen Transaktion werden die Kartennummer, das Ablaufdatum sowie ein Kryptogramm ausgetauscht. Der Name des Karteninhabers sowie die Sicherheitsprüfziffer werden nicht gelesen – und damit ist praktisch auch kein Missbrauch der Kreditkartendaten möglich.

Und wenn doch einmal etwas schiefgeht: Wer kommt für allfällige Schäden auf?

Wichtig ist, dass Karteninhaber im Rahmen ihrer Sorgfalts- und Mitwirkungspflichten Sicherheitsmassnahmen einhalten und den Verlust einer Kreditkarte melden. Im Schadensfall kommen die Kreditkartenherausgeber dann gemäss den AGB für diesen auf.